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Das Bruttonationalglück ist eine Entwicklungsphilosophie von und für Bhutan. Die meisten Wirtschaftswissenschaftler weltweit sind übereingekommen, dass der Schlüssel zum Glück aus dem Besitz und dem Erwerb von materiellen Dingen bestehen müsse. Dem gegenüber steht die Meinung der Menschen und Regierung in Bhutan, wonach der Glaube an Glück und der Weg zum Glück nicht zwangsläufig an materielle Dinge gebunden sein darf. So versucht Bhutan den Fortschritt von Glück und wirtschaftlichem Erfolg nicht mit dem üblichen Bruttoinlandsprodukt sondern mit dem Bruttonationalglück zu erfassen und zu berechnen.

Seine Majestät, der 3. König von Bhutan, Druk Gyalpo Jigme Dorji , drückte seine Ansicht einer wirtschaftlichen Entwicklung als „Wohlstand und Glück der Menschen“ aus. Aus diesem Blickwinkel ist die Wichtigkeit von „Wohlstand und Glück“ durch den König beim Beitritt Bhutans zu den Vereinten Nationen 1971 beleuchtet worden.

Während der Begriff des Bruttonationalglücks sowohl an Wohlstand als auch an die Zufriedenheit (Glück) der Menschen gebunden ist, kommt dem „Glück“ aber noch mehr Bedeutung zu. Der 5. König stellte dar, dass das Bruttonationalglück für Bhutan eine höhere Bedeutung hat als das Bruttoinlandsprodukt. So kam es, dass dieses Bruttonationalglück inzwischen von einer großen Anzahl an Wirtschaftswissenschaftlern, Studenten und sogar von Agenturen überall auf der Welt als wichtige Ergänzung zu den rein wirtschaftlichen Indikatoren wahrgenommen wird.

Der 4. König, Jigme Singye Wangchuck sagte einmal, dass die materiell Reichen nicht immer glücklich wären, während das Glück und Zufriedenheit im Allgemeinen sich immer als etwas Reiches definiert. Während ökonomische Entwicklungsmodelle immer auf ökonomischem Wachstum als die letztendlich objektivste Methode beruhen, ist das Konzept des Bruttonationalglücks auf die Tatsache fixiert, dass eine echte Entwicklung der menschlichen Gesellschaft nur dann geschehen kann, wenn sowohl materielle als auch geistige Entwicklung sich nebeneinander ergänzen und sich gegenseitig verstärken.

Die Philosophie des Bruttonationalglücks hat in letzter Zeit die internationale Anerkennung gewonnen und wurde sogar von den Vereinten Nationen als Resolution verabschiedet: „… wird anerkannt, dass das Bruttoinlandsprodukt […] das Glück und das Wohlfühlen der Menschen nicht passend abbilden kann“, und dass „… das Streben nach Glück und Zufriedenheit ein fundamentales menschliches Ziel darstellt.“