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Das Klima innerhalb Bhutan variiert sehr stark. Die großen Unterschiede in den klimatischen Bedingungen und den Durchschnittstemperaturen werden durch zwei Hauptfaktoren beeinflusst: die extreme topografische Ausdehnung des Landes (von den tropischen Tiefebenen bis in den Hauptkamm des Himalayas) und den massiven Einfluss des nordindischen Monsuns.

Süd-Bhutan weist ein heißes, feuchtes subtropisches bis tropisches Klima auf, das sich im Jahresablauf kaum verändert. Die Temperaturen variieren zwischen 15°C und 30°C, wobei auch Tage mit bis zu 40°C keine Seltenheit sind. In Zentrum Bhutans sind die Temperaturen dagegen etwas gemäßigter. In den Laubwäldern der mittleren Bergregionen des Landes sind die Sommer angenehm warm und die Winter kühl und trocken. Im gesamten Norden Bhutans sind die Winter kalt, die Berge sind mit Schnee bedeckt und die Sommer sind abhängig von der topografischen Höhe ebenso kühl.

Der nordindische Monsun dauert von Ende Juni bis Ende September und beeinflusst hauptsächlich den gesamten Süden Bhutans. Der Monsun bringt in diese südlichen Distrikte heftige Regenfälle und eine hohe Luftfeuchtigkeit mit. Diese Regenfälle machen 60% bis 90% der Jahresniederschläge in diesen Regionen aus.

Die jährliche Niederschlagsmenge variiert auch innerhalb des Landes stark. In den nördlichen Grenzregionen zu Tibet sind es nur 40 Millimeter pro Jahr, die hauptsächlich als Schnee fallen. In den temperaten Regionen liegt die Jahresniederschlagsmenge bei 1000 Millimetern und entsprechen damit mehr dem Durchschnitt des gesamten Landes. In einigen Gebieten des feucht-warmen, tropischen Südens, bedeckt von tropischem Regenwald, sind auch schon 7800 Millimeter Niederschläge pro Jahr gemessen worden.

Die Hauptstadt Thimphu bietet trockene Wintermonate (Dezember bis Februar) und so gut wie keine Niederschläge bis in den März hinein. In dieser Zeit fallen statistisch nur 20 Millimeter pro Monat. Die Regenmenge steigt dann über die Frühjahrs- und Sommermonate auf bis zu 220 Millimeter im August an. Die gesamte Jahresniederschlagsmenge beträgt in Thimphu gerade einmal 650 Millimeter pro Jahr.

Das Frühjahr beginnt in Bhutan normalerweise im frühen März und Endet Mitte April. Das sommerliche Wetter beginnt dann Mitte April mit gelegentlichen Regenfällen und dauert dann bis Ende Juni. Danach ist mit stärkeren monsunbedingten Regenfällen bis in den späten September hinein zu rechnen, wobei die Heftigkeit des Monsuns zunimmt, je weiter man Richtung Süden kommt.

Der Herbst beginnt nach der Regenzeit und dauert von Ende September bis Ende November. Diese Jahreszeit ist charakterisiert durch klare, sonnige Tage mit sehr geringen Niederschlagsmengen und mit den ersten frostigen Nächten und den ersten Schneefällen in den höheren Bergregionen.

Von Ende November bis zum März ist Winterzeit in Bhutan, mit Frost in weiten Teilen Zentral- und Nord-Bhutans, besonders in den Bergregionen. In Höhen über 3000 Meter liegt dann auch schon etwas Schnee. Der Nordost-Monsun bringt auch scharfe Winterwinde in den höheren Lagen der Berge und auf den Bergpässen mit sich. Dabei entladen sich auch häufig Gewitter, die dem Land seinen Namen gegeben haben: Drukyul. Das heißt in der einheimischen Dzongkha Sprache das Land (yul) des Drachen (druk), da früher der Donner eines Gewitters den Drachen zugeschrieben wurde.